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Neues Bähnchen im Einsatz

Bernkastel-Kues ist um eine 17, 5 Meter lange Attraktion reicher

Wer wenig Zeit hat, sich Bernkastel-Kues anzusehen, kann die Stadt- und Panoramabahn nutzen. In 45 Minuten sieht er markante Plätze und Gebäude und erfährt Wissenswertes. Selbst Einheimische können noch etwas lernen.

Die offizielle Bezeichnung für das 17, 5 Meter lange Gefährt lautet: Stadt- und Panoramabahn. "Wir nennen sie unser Bähnchen", sagt Manuela Doil, Betriebsleiterin der Moselbahn. Die im Stadtteil Andel ansässige Gesellschaft ist in erster Linie Busanbieter im Öffentlichen Personennahverkehr (siehe Extra). Doch seit 20 Jahren fährt sie auch Gäste, vor allem Urlauber, durch Bernkastel-Kues. Dazu dient eine Lokomotive, die einer Bahn mit Waggons nachempfundenen ist. Seit Karfreitag ist davon nun die dritte Generation im Einsatz.

Bei der Jungfernfahrt wird deutlich, wie wichtig eine der Neuerungen ist. Die zwei Waggons hinter der Lok haben Scheiben. Die können auch heruntergelassen werden. Doch bei Regen und Kälte, wie bei der Premierentour, sind die Passagiere froh über den Schutz. "Das Vorgängermodell war offen und nur mit Planen zu schützen", nennt Doil einen Grund für die Neunanschaffung des 300 000 Euro teuren Gefährts. 

Fährt Gäste aus aller Welt

Auch dem Sicherheitsaspekt wird Rechnung getragen. Öffnet sich zum Beispiel während der Fahrt eine Tür, wird das dem Fahrer sofort gemeldet. Ähnlich sieht es aus, wenn einer der Alarmknöpfe absichtlich oder versehentlich betätigt wird.
Das neue Modell ist Produkt einer kleinen Firma in Regensburg. "Die betreibt selbst Bahnen und baut pro Jahr drei bis vier davon. Das ist Oberpfälzer Wertarbeit", erläutert Doil. Besser als die Betriebsleiterin kann man für ein Produkt auch nicht werben. "Sie fährt jetzt Gäste aus aller Welt durch die schönste Stadt Deutschlands und das am schönsten Fluss Deutschlands."

Bei der Jungfernfahrt sieht auch der Einheimische manche Orte anders als sonst, einfach weil er etwas höher unterwegs ist, als wenn er Auto fährt oder spazieren geht. Und er erfährt Sachen, die er vielleicht noch nicht wusste. Zum Beispiel, dass das ehemalige Finanzamt gegenüber der Verbandsgemeindeverwaltung wegen seiner runden Form an einem Ende "Bügeleisen" genannt wird. Dass es zu früheren Zeiten Klöster und Adelshäuser in der Weingartenstraße in Kues gegeben habe, liege daran, dass dort das Hochwasser nicht hinkam. Und das Doppelkreuz am Eingang zur Vorstadt heißt so, weil es zwei Gekreuzigte Rücken an Rücken zeigt. Das alles und noch viel mehr läuft bei Bedarf auch in Englisch, Französisch und Niederländisch vom Band, das über GPS aktiviert wird. Auch wegen des internationalen Anspruchs lädt die Moselbahn nicht zu einer Rundfahrt durch die Stadt sondern zu einer "Round The City Tour" ein. Die Passagiere genießen das Privileg, durch die Altstadt mit ihrem mittelalterlichen Markplatz gefahren zu werden. Normalerweise ist dieses Viertel für Fahrzeuge gesperrt.
Fünf bis sechs Fahrer werden sich am Steuer abwechseln. Der erste Eindruck: "Sie fährt sich anders aber einfacher als ihr Vorgänger", sagt Chauffeur Björn Nisius. "Alles richtig gemacht", lobt Axel Schnitzius, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues, einer der Gäste der Jungfernfahrt.

Extra

Die Moselbahn befördert seit 1903 Passagiere, zuerst per Zug, unter anderem mit dem berühmten "Saufbähnchen" und nach der Stilllegung der Strecke mit Bussen. Die Konzession für die Panoramabahn gab es am 3. April 1995. Das neue Modell bietet 54 Fahrgästen Platz. Gezogen werden beide Waggons von einer Maschine auf Basis eines Fendt-Traktors. Der verfügt über 105 PS. Die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit liegt bei 25 Stundenkilometer. Die Bahn fährt im April nur an den Wochenenden. Ab 1. Mai bis Ende Oktober ist sie täglich sechs Mal im Einsatz. Die erste Fahrt beginnt um 11 Uhr, die letzte um 17 Uhr. Ausgangspunkt und Endstation ist das Gestade gegenüber dem Mosel-Gäste-Zentrum. cb 

Hier finden Sie den Originalartikel.


 

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